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Tattoos zum Aufkleben: Forscher stellen Mikronadel-Pflaster vor

Bildnachweis: Christopher Moore, Georgia Tech

Sich eigenständig ein kleines Tattoo stechen – schnell und schmerzfrei. Das könnte laut Forschern des Georgia Institute of Technology (USA) bald möglich sein. Ein Tattoo-Pflaster, bestickt mit Mikronadeln, soll die Lösung sein.

Wer nicht selber der Tätowierkunst mächtig ist, muss bislang auf das professionelle Handwerk ausgebildeter Tätowierer und Tätowiererinnen vertrauen. Mithilfe eines neuartigen Mikronadel-Pflasters soll sich jedermann zukünftig selber tätowieren können – und das ganz ohne Schmerzen. Tattoo-Liebhaber sollten sich allerdings nicht zu früh freuen. Bisher wurde der Ansatz nicht an Menschen getestet. Auch von künstlerischen Meisterleistungen kann nicht die Rede sein.

Wie funktioniert das Tattoo-Pflaster?

Mit einer Größe von 1×1 Zentimetern sind die neuartigen Pflaster recht klein. Das Prinzip ist einfach: Die Mikronadeln, bestehend aus Tattoo-Tinte umgeben von einer auflösbaren Hülle, durchdringen die Dermis. Die Tattoo-Farbe löst sich unter der Haut und bildet ein Motiv.

Die Idee, den Tätowierprozess nicht nur beschleunigen, sondern auch schmerzfrei gestalten zu können, scheint attraktiv. Möglich sei dies, durch die Nadeln, die derartig klein sind.

Ursprünglich untersuchte das Labor den Nutzen von Mikronadeln für die Verabreichung von Impfungen. Im Laufe der Studie realisierte das Forschungsteam, dass die Ergebnisse auch für Tätowierungen genutzt werden könnten.

Anwendungsfelder

Laut den Forschern wird der Ansatz wahrscheinlich vorerst Anwendung in der Tierhaltung finden. So könnten die Pflaster eine Möglichkeit darstellen, Tiere zu markieren. Aber auch medizinische Applikationen bei Menschen seien denkbar. Patienteninformationen, wie die Blutgruppe, könnten so auf der Haut vermerkt werden.

Auch in den Bereich der kosmetischen Tätowierungen setzen die Forscher Hoffnung. Das Ziel sei jedoch nicht, artistische Werke zu ersetzen. Viel mehr möchte man eine Möglichkeit für Menschen schaffen, die ein kleines schmerzloses Tattoo wollen, das einfach verabreicht werden kann. Dies wird auch deutlich, wenn man sich die wissenschaftliche Arbeit der Forscher genauer ansieht. Wer denkt, dass er sich große ästhetische Kunstwerke mithilfe eines Pflasters tätowieren lassen kann, wird enttäuscht. Eher sind kleine Pixel-Bildchen im Rahmen des Möglichen.

Der Traum, große Kunstwerke ganz ohne Schmerz auf seinem Körper zu verewigen, bleibt demnach ein solcher. Im Umkehrschluss heißt dies: Die gute, alte Tattoonadel wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Damit wird auch in Zukunft jede Menge stechender Abfall anfallen, den es sicher zu entsorgen gilt.

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